Oma Anthoula, 72, macht keinen Hehl daraus, dass die Arbeit unter den Olivenbäumen für ihren Geschmack zu langsam vorangeht. Jeder Tag bei der Ernte zählt, jeder Regentag fordert zudem eine Zwangspause. Ihr Enkel Amadeus, der in Berlin groß wurde und hier in der Region die Ferien seiner Kindheit verleben durfte, muss nicht übersetzen, damit die Botschaft bei uns ankommt. Wir plaudern zu viel, wir waren nicht sofort bei Sonnenaufgang im Hain bei den Bäumen, und wir genießen die Mittagszeit zu sehr, wenn man verschwitzt zwischen den Bäumen auf Säcken voller Oliven sitzt und griechisches Lamm mit Reis isst. An unserem letzten Arbeitstag wird aber auch Anthoula lächeln, versöhnlich darüber sprechen, wie schön es ist, mit so vielen jungen Deutschen zu arbeiten und sagen: „Die Bäume und das Olivenöl sind heilig.“

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