Ich habe in dieser Woche wieder sehr gelacht. Denn das Schwarze Loch im Zentrum unseres Sonnensystems hat es bis in die Tagesschau geschafft. Dort wurde erzählt, das Loch strahle plötzlich ungewöhnlich hell und habe sich offenbar „ein reichhaltiges Mahl“ gegönnt.

„Und? Wat is daran so lustich?“, fragt mein innerer Berliner. „Stellste dir vor, wie dit Loch tonnenweise Eierkuchen und Bulletten frisst?“ Nein, natürlich schluckt so ein Schwarzes Loch Sterne oder interstellares Gas. Ich amüsierte mich über das „Plötzliche“ dieser Gefräßigkeit. Denn das Mahl fand ja nicht gestern oder vorgestern statt, sondern vor 26.000 Jahren. So lang brauchte das Licht, um zu uns zu gelangen. Vielleicht ist das Loch inzwischen gar nicht mehr da, sondern hat sich totgefressen.
„Dit is wie bei de Schneckenpost im Mittelalter“, sagt mein innerer Berliner. „Der Bote kommt erschöpft int letzte Dorf jeritten und kräht: ,Der Könich is dot!’ Dabei war längst der nächste Könich dran, hatte die Oma des Drachen jeheiratet, sich beim Pilze-Essen verjiftet. Und nun herrschte der Drache uff de Burg und machte sich dran, alle uffzufressen.“

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