Knöllchenwoche in Berlin: Polizei macht Jagd auf Falschparker

Zugeparkte Bussspuren und Radwege - kein seltener Anblick auf Berlins Straßen. Das unerlaubte Parken behindert oft den Verkehr. Für viele Falschparker könnte es ab Montag teuer werden.

Mit einer Aktionswoche wollen Berliner Polizei und Ordnungsämter ab Montag (30. Mai) gegen Falschparker auf Fahrrad- und Busstreifen vorgehen. Die Kontrollen konzentrieren sich auf die Innenstadt, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Bis Freitag (3. Juni) solle so für mehr Rücksicht der Verkehrsteilnehmer geworben werden.

Auch Fahrradfahrer leben in Berlin gefährlich: Im vergangenen Jahr waren sie laut Polizeistatistik in 7 724 Unfälle verwickelt. Zehn Radler starben. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden bei bereits 858 Unfällen mit Radfahrern drei von ihnen getötet.

Wegen zugeparkter Fahrradstreifen müssen Radfahrer in den fließenden Verkehr nach links ausweichen. Vor allem ältere Radler und Kinder hätten dabei oft Schwierigkeiten, alles im Blick zu haben, meinte Heinrich Strößenreuther von der Initiative „Clevere Städte“. Er fordert vor allem den Ausbau sicherer Radwege. Strößenreuther beklagt, dass die Stadt Falschparken nicht konsequent ahnde.

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schlagen sich mit dem Problem herum. Durch blockierte Spuren und mühseliges Rangieren der Busse an Haltestellen gerate der Fahrplan regelmäßig aus dem Takt, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Im letzten Jahr wurden demnach 8600 Behinderungen durch falsch geparkte Fahrzeuge festgestellt. Hunderte Fahrgäste kämen durch die Rücksichtslosigkeit Einzelner oft zu spät zur Arbeit.

dpa