Knöllchenwoche in Berlin: Polizei schleppt mehr als 90 Autos von Falschparkern ab

In einer Aktionswoche gegen Falschparken auf Busspuren und Radwegen hat die Berliner Polizei rund 2300 Anzeigen geschrieben. 92 Autos und Lieferwagen wurden abgeschleppt, knapp die Hälfte davon (44) stand auf Fahrradwegen und -streifen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Mit der Aktion von Polizei, Ordnungsämtern und Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sollte in der Vorwoche ein Zeichen für mehr Verständnis und Rücksichtnahme im Straßenverkehr gesetzt werden.

Lieferautos zwingen zu gefährlichen Ausweichmanövern

Nach Einschätzung der Polizei wird gerade in den Innenstadtbezirken aus überwiegend eigensüchtigen Motiven gehalten oder geparkt, wo es nicht erlaubt ist. Auch Lieferfahrzeuge blockieren laut Polizei Spuren für Busse oder Radler und zwingen zu gefährlichen Ausweichmanövern. Zudem würden durch verbotenes Halten und Parken in zweiter Reihe oft lange Staus und riskante Fahrstreifenwechsel provoziert.

In Gesprächen mit Verkehrssündern sei das verbotene Abstellen oft verharmlost worden, hieß es. Jeder sollte seinen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit leisten, appellierte die Polizei. Für die Kontrollen waren 40 Strecken in Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln ausgesucht worden. (dpa)