Berlin - Die Politik hat ein „süßes Zeichen“ gegen Schwulenfeindlichkeit gesetzt: Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) schnitten am Mittwoch in ihren jeweiligen Diensträumen einen „Kiss Kiss Berlin-Regenbogenkuchen“ an. Mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai engagierten sich die SPD-Politikerinnen damit gegen Diskriminierung von und Gewalt gegen homo- und transsexuelle Menschen.
Im vergangenen Jahr wurden in Berlin nach Angaben des Vereins Maneo 290 Übergriffe auf homo- und bisexuelle Menschen registriert. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte bereits am Dienstag einen Regenbogenkuchen im Roten Rathaus angeschnitten.

Der Gedenktag geht zurück auf den 17. Mai 1990, als die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.

Der Lebens- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und der Bezirk Tempelhof-Schöneberg laden am 17. Mai zu einer Kundgebung am U-Bahnhof Nollendorfplatz ein. Am Ende der Kundgebung können alle Teilnehmer bei einer Mitmachaktion Handabdrücke in den sechs Regenbogenfarben auf einer großen Leinwand hinterlassen.

Auch der Verein Maneo ist an diesem Tag dabei und trifft sich um 13.40 Uhr zu einem Regenbogenkuchenanschnitt mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). Insgesamt werden bis dahin dann elf solcher Kuchen angeschnitten worden sein. Maneo will damit ein Zeichen gegen Homophobie setzen und kommt dafür mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen. (dpa/BLZ)