Kommentar: DVB-T2 HD ist eine Zumutung

Die Warnung in den letzten Tagen war überdeutlich. Wer sein Fernsehprogramm über DVB-T-Antenne guckt, wird bald vor dem schwarzen Bildschirm sitzen - es sei denn, man gibt mal wieder Geld aus. Und das gleich mehrfach. Erst mal muss ein geeigneter Receiver her, wenn man nicht gerade einen superneuen Fernseher hat, mit dem DVB-T2 HD zu empfangen ist.

Mehrfach blechen

Außerdem benötigt man eine Antenne. Hat man die installiert, kommen die öffentlich-rechtlichen Sender wieder ins Haus. Wer die privaten Programme empfangen will, muss noch mal blechen und sich für rund 80 Euro einen Adapter bei einer Firma besorgen, die Freenet TV heißt. Was für sich schon eine Unverschämtheit ist. Doch es geht noch weiter. Für Pro 7, Sat.1, RTL und so weiter muss außerdem noch ein Abo freigeschaltet werden, das noch mal 69 Euro kostet. Pro Jahr! Und nein, die exzessive Werbung bei den Privatsendern, die jeden Spielfilm und jede Show gnadenlos zerhackt, wird weiter ausgestrahlt. Glaubt ihr wirklich, wir machen das mit?

Es läppert sich!

Dschungelcamp, Germanys next Topmodel - klar, da zappt man schon mal rein, wenn der Tag hart war und der Kopf abends leer ist. Aber gegen Geld? Schließlich kommt jetzt wirklich was zusammen: Der Rundfunkbeitrag für die Öffentlich-Rechtlichen muss ohnehin bezahlt werden, ob einem das Programm gefällt oder nicht. Weil außer Tatort, Heute-Show und ab und zu mal Serien wie "Charité" nicht viel Interessantes dabei ist, leistet man sich ja auch schon den ein oder anderen Streamingdienst. Und dann noch für die Privaten löhnen? Nicht mit mir!