Wahrscheinlich haben Berliner Schüler in diesem Schuljahr, mehr über die Welt gelernt, als es sonst möglich ist. Denn die Welt kam zu ihnen ins Schulgebäude. In nahezu allen Schulen richteten die Verantwortlichen im Laufe des Jahres Willkommensklassen ein. Darin lernten Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge gekommen waren, Deutsch, um dann in die Regelklassen zu wechseln. Berliner Schüler konnten so direkt erleben, welche Folgen Krieg, religiöse Konflikte, Armut und die ungleiche Verteilung von Ressourcen haben. Und wie attraktiv Deutschland für viele Menschen ist.

Vielerorts entstanden gemeinsame Projekte, engagierten sich Pädagogen über das übliche Maß hinaus. Nicht selten gab es interkulturelle Konflikte, wenn es um die Rolle des Islams, den Verzehr von Schweinefleisch oder den Umgang mit Frauen ging. Oft lebte man nebeneinander her. Es ist eben schwieriger als in der allgemeinen „Wir schaffen das“-Euphorie gedacht, Flüchtlinge in das Berliner Schulsystem zu integrieren. Auch das ist klar geworden. Die Bildungsverwaltung musste ihre Planungen zum Umgang mit den Flüchtlingen mehrfach überarbeiten.

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