Eine Kollegin sagte mir Dienstagabend, sie verkrieche sich am liebsten ins Bett. Das scheine ihr der einzig sichere Ort in einer Stadt, in der man selbst auf einem Weihnachtsmarkt umgebracht werden könne. Ich sagte nichts. Eine halbe Stunde später sah ich sie, wie sie sich auf ihr Fahrrad setzte und die zehn Kilometer nach Hause fuhr. So macht sie es jeden Tag, bei jedem Wetter. Sie ist Mitte sechzig.

Bei dem Gedanken, ich müsste mich auf ein Fahrrad setzen und hinter und vor Lastwagen durch die frostige Dunkelheit fahren, bekomme ich eine Angstattacke. Der Terrorismus und seine Gefahren dagegen berühren mich wenig. Nicht, weil ich weiß, dass bei Verkehrsunfällen in Deutschland deutlich mehr Menschen sterben als bei terroristischen Anschlägen.

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