Als Joachim Gauck und Norbert Lammert noch Präsidenten von Republik und Parlament waren, haben sie manchmal darum gewetteifert, wer der brillantere Redner ist. Manchmal aber haben sie sich auch rhetorisch Bälle zugeworfen. Genau so, wie dies nun ihre Nachfolger Frank-Walter Steinmeier und Wolfgang Schäuble angesichts der unübersichtlichen Lage nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen tun.

Der neue Bundestagspräsident appellierte am Dienstag vor dem Plenum ganz im Sinne Steinmeiers an die Verantwortung der Parteien, stellte aber auch fest: „Es ist eine Bewährungsprobe, aber es ist keine Staatskrise.“ Immerhin haben die weisen Schöpfer des Grundgesetzes ja auch für diese bislang einmalige Situation Vorsorge getroffen. Es zeichnet genau vor, welche Schritte zu gehen sind, wenn im Bundestag keine absolute Mehrheit für eine Kanzlerwahl zustande kommt.

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