Die Bewohner der Einfamilienhaussiedlung im Kasseler Osten können nur Gutes sagen über den höflichen jungen Mann, der seit 14 Jahren mit Frau und zwei Kindern in einem weißen Haus mit Spitzgiebel wohnt. Keine auffälligen Besucher habe dieser Stephan E. empfangen, keine radikalen Sprüche geklopft. Er sei ein normaler, freundlicher Familienvater, sagen die Nachbarn über den Mann, der den CDU-Politiker Walter Lübcke vor zwei Wochen mit einem Kopfschuss hingerichtet haben soll. Der Biedermann als eiskalter Mörder?