Greta Thunberg hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen. Und das ist gut so. Zugegeben, diese Meinung klingt paradox. Denn mit der Symbolfigur Greta wären ja auch die „Fridays-for-Future“-Demonstranten und die Klimabewegung schlechthin geehrt worden. Deren Stärkung ist immens wichtig. Die Zeit läuft davon. So zeigen es die Modelle der weltweiten Klimaforschung. Aber nichts würde sich beschleunigen, hätte Greta den Preis bekommen. Es liegt sogar nahe, dass dies eine Debatte verschärft hätte, die kontraproduktiv wirkt. Und diese dreht sich vor allem um Greta selbst.

Was passierte denn in den vergangenen Monaten? Seit Greta – bekannt durch ihren „Skolstrejk för Klimatet“ – im Januar in Davos mit einer fulminanten Rede auf sich aufmerksam machte, scheiden sich an der 16-Jährigen die Geister. Bis heute hat die Polarisierung teilweise irrationale Züge angenommen. Die einen sehen Greta als eine Art neue Heilige, verfolgen jeden ihrer Schritte. Für andere ist sie so etwas wie eine Hexe, die den Menschen auch noch die letzte Freude verbieten will – als ob sie dies tatsächlich könnte.

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