Berlin wird Hauptstadt des Herzens. Das stand im Tagesspiegel. Da ging es um eine Konferenz zur Obdachlosigkeit, mit Vertretern von Landesregierung, Bezirken und Hilfsorganisationen. Man habe sich, wurde die örtliche Caritas-Chefin zitiert, darauf geeinigt, jedem Berliner Obdachlosen, unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsstatus, eine feste Unterkunft zu geben, „nach Möglichkeit natürlich eine klassische Wohnung“. Ob dieser Verheißung herrschte ein rotwangiges Hochgefühl, und als eine Wohlfahrtsfunktionärin dem Reporter sagen sollte, „was passiere, wenn diese umfassende Hilfe einen Sog von Menschen in Not nach Berlin auslösen sollte, hatte sie keine klare Antwort.“

Schade. Mich hätte das auch interessiert. Wenn du auf einer Ingenieurstagung verkündest, du würdest demnächst nach Möglichkeit ein Perpetuum mobile bauen, dann wollen die Kollegen wissen, wie das funktionieren soll. Für Techniker ist das die Frage aller Fragen. Wenn es nicht klappt, kommt so etwas wie ein VW-Diesel dabei heraus.

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