Nicht immer bin ich mit der Bundeskanzlerin einverstanden. Im Fall Syrien und Russland erscheint mir ihr Handeln zu starr; die Altersbezüge steigen zum Nachteil der Jüngeren viel zu stark. Zudem ist Merkel an der Dieselkrise mitschuldig, weil sie jahrelang in Berlin und Brüssel laxe Regeln und Kontrollen durchgedrückt hat. Die Autobosse nutzten das in krimineller Weise aus.

Dennoch gilt: Angela Merkel hat im vergangenen Jahr unter widrigsten Umständen und mit extrem schwierigen Partnern sehr viel für das Wohl des Landes geleistet. Ich möchte nicht ständig mit Trump, Seehofer, Putin, Orban, Söder oder Poroschenko zu tun haben, ebenso wenig mit dem Berliner US-Botschafter, den Präsidenten Polens oder der Türkei, der neuen Rechts-Links-Regierung Italiens, den Verwicklungen in Brüssel und dem von den USA angezettelten Handelskrieg. Dass die Kanzlerin in dieser Lage Tag für Tag und an vielen sehr langen Abenden ihre Pflicht erfüllt, verdient Respekt und Dank.

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