Endlich ist es soweit, könnte man sagen. Eine linke Bewegung ruft allen aufrechten Demokraten zu, sie mögen „Aufstehen“. Sofort klingt einem der Songtext der niederländischen Band Bots im Ohr. Die Älteren werden sich erinnern: „Alle, die nicht schweigen, auch nicht, wenn sich Knüppel zeigen, sollen aufstehn. Die zu ihrer Freiheit auch die Freiheit ihres Nachbarn brauchen, sollen aufstehn. Alle, für die Nehmen schön wie Geben ist und Geld verdienen nicht das ganze Leben ist, die von ihrer Schwäche sprechen und sich keinen dabei abbrechen, sollen aufstehn.“ Wer möchte nicht dabei sein, wenn die Guten den Hintern hochkriegen?

Leider ist es aber nicht so, dass sich hier, sagen wir, Künstler, Studenten, Rentner, Sozialarbeiter, Bäckereifachverkäuferinnen und Lehrerinnen mehr oder weniger spontan zu einem Aktionsbündnis zusammengefunden haben, weil sie alle dem Hass und der Hetze, die sich ja nicht erst in den vergangenen Tagen zeigten, etwas entgegensetzen wollten. Das Bündnis „Aufstehen“ ist ein Zusammenschluss von Berufspolitikerinnen und Berufspolitikern, das sich professionell in Szene setzt. Das seinen Namen mit eben dieser Professionalität bewusst gewählt und erst einmal eine Webseite aufgesetzt hat, bevor man am Dienstag mit einer Pressekonferenz offiziell den Startschuss gab.

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