Endlich. Endlich wagt es mal jemand, das Negativ-Image von Marzahn ironisch infrage zu stellen. Viele, die Marzahn nicht kennen, denken bei dem Ortsteil zuerst an Plattenbausiedlungen, dann vielleicht noch an Cindy aus Marzahn, die eigentlich in Wilmersdorf lebt. Aber wer denkt schon an die Gärten der Welt? An die bevorstehende Internationale Gartenausstellung 2017? Die Mühle? Viel zu wenige.

Eine Gruppe Marzahner will jetzt den Schriftzug MARZAHN in großen Buchstaben auf den Ahrensfelder Bergen (114,5 Meter) aufstellen – nach dem Vorbild des Schriftzugs HOLLYWOOD in den Hollywood Hills. Es könnte der Anfang einer wunderbaren Geschichte werden. Ganz so wie in Hollywood. Dort stellte 1923 eine Maklerfirma zunächst den Schriftzug Hollywoodland in den Hollywood Hills auf. Auf diese Weise sollte für den Kauf von Grundstücken in der damals öden Gegend nördlich von Los Angeles geworben werden. Zwischendurch kippte zwar mal einer der Buchstaben um, aber das konnte die Entwicklung Hollywoods nicht aufhalten. Im Leben kommt es schließlich darauf an, wieder aufzustehen. Später, als für den Verkauf von Grundstücken nicht mehr geworben werden musste, wurde aus Hollywoodland nur noch Hollywood. Die bekannteste Ortsmarke der Welt.

Dass Marzahn darauf mit MARZAHN antworten will, zeugt nicht nur von Selbstbewusstsein, sondern von viel Humor. Ganz bestimmt wird auch schon an einer Marzahner Variante des Songs „Hollywood Hills“ der Band Sunrise Avenue gearbeitet. Wenn man Hollywood durch Marzahn ersetzt, würde der Refrain so lauten: „Auf Wiedersehen Marzahn Hills! Ich werde euch vermissen, wo auch immer ich hingehe. Ich werde zurückkommen, um wieder diese Straßen entlang zu gehen. Auf Wiedersehen Marzahn Hills, für immer.“ Klingt gut.