Die Zweitakter-Fraktion der Motorroller ist bislang fein davon gekommen. Während in der Stadt laut über Diesel, Radschnellwege und Elektro-Busse diskutiert wurde, hatten sich die 50-Kubik-Roller unter dem Debatten-Radar um eine saubere City versteckt, um weiterhin laut und mit benzolgesättigter Abgasfahne durch die Häuserschluchten zu kreischen. Aber es reicht.

Wir brauchen in dieser Stadt keine Zweirad-Zombies, die erwiesenermaßen das Hundertfache an Schadstoffen aus dem Auspuff pesten als andere Fahrzeuge. Zweitaktroller haben hier nichts verloren. Ihre Schonzeit ist abgelaufen. Es ist Zeit für Fahrverbote. Die Grünen hatten schon vor acht Jahren eine Initiative für ein Zweitakter-Verbot gestartet, es aber offenbar aus dem Blick verloren. Vielleicht auch, weil es seinerzeit noch an Alternativen mangelte, wenn man nicht davon ausgeht, dass sich aus einen Rollerpiloten per Dekret ein strampelnder Fahrradfahrer machen lässt. Aber inzwischen gibt es Alternativen.

Mobilität mit Laubbläser-Technik

Elektroroller haben das Experimentierstadium hinter sich gelassen. Passable Modelle sind in der Anschaffung kaum teurer als Benzin-Scooter, die Stromkosten sogar deutlich geringer als das, was Zweitakt-Piloten an der Tanke für 100 Stadtkilometer zahlen, auf denen sie Benzin und Öl verbrennen. Darüber hinaus sind die Reichweiten groß genug, zumal der Elektroroller-Fahrer von der im Grunde nicht vorhandenen Ladeinfrastruktur in der Stadt unabhängig ist. Denn die Akkus lassen sich herausnehmen und können in der Wohnung oder im Büro aufgeladen werden.

Es gibt also keinen Grund, die giftigen Zweirad-Dinos weiterhin zu tolerieren. Diese Stadt braucht keine Mobilität mit Laubbläser-Technik. Ein Verbot ist überfällig.