Der nächste Parteivorsitzende der CDU wird nicht Andreas Ritzenhoff heißen. Und auch nicht Jan-Philipp Knoop. Es ließen sich noch Telefonbücher voller weiterer Namen hinzufügen, aber der hessische Unternehmer und der Berliner Student haben nun mal ihre Kandidatur angekündigt für den Bundesparteitag im Dezember. Sie wollen Angela Merkel herausfordern, die sich dort zum neunten Mal an die CDU-Spitze wählen lassen will.

Knapp eine Woche ist es her, da hat es in der Unions-Bundestagsfraktion ein Beben gegeben: Die Abgeordneten verweigerten Merkels treuem Knappen Volker Kauder ihre Unterstützung und wählten dessen Stellvertreter Ralph Brinkhaus an die Spitze. Dessen Versprechen eines Aufbruchs erreichte die Unions-Abgeordneten, die angesichts von Regierungskompromissen und AfD-Aufschwung zunehmend unzufrieden und unsicher wurden – und überdies ungeduldig wegen des mittelfristig absehbaren Rückzugs der Zwei-Jahrzehnte-Führungsfigur Angela Merkel. Der Brinkhaus-Effekt kam überraschend. Einen Ritzenhoff-Knoop-Effekt wird es dennoch nicht geben. Zu unbekannt sind die beiden Protagonisten, mit wenigen Monaten Mitgliedschaft auch zu neu in der CDU.

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