Berlin betont stets, wie weltoffen, multikulturell und bunt es sei. Das ist auch sehr schön. Die Polizei stellt jedoch täglich fest, dass in der Stadt nicht nur nette Migranten und solvente Touristen verkehren, sondern, wie in jeder Metropole, auch Kriminelle jeder Art, und zwar auch solche nichtdeutscher Herkunft: englische Trickbetrüger, arabische Drogenhändler, rumänische Einbrecher und Zuhälter, polnische und ukrainische Autodiebe, türkischstämmige Schwerstmehrfachverbrecher, schwedische Graffitischmierer. Und Taschendiebe jedweder Provenienz.

Potenzielle Diebstahlsopfer warnte die Polizei in einem Video, das den Vorzug hatte, echte Aufnahmen aus dem wahren, vollen Berliner Leben zu zeigen, in dem Kriminalität nicht auf die biodeutsche Bevölkerung beschränkt ist. Es hatte den Fehler, dass es ausschließlich Diebe anderer Hautfarbe vorführte. Das ist genauso falsch wie die Lösung, zu der die Polizei jetzt greift. Da spielen in einem Bundespolizeiwarnfilm nur Beamte mit blonden und brünetten Haaren und rosigem Teint die bösen Tricks der Taschendiebe in so stümperhafter „Aktenzeichen XY“-Manier nach, dass das ethnisch gesäuberte Filmchen eher der Belustigung als der Warnung dient.

Bloß kein Video über Drogenhandel

Diese Germanisierung des multinationalen Verbrechertums bildet die Realität in dieser Stadt ebensowenig ab wie das echte Doku-Video. Das wurde aber sofort von den üblichen Antirassismus-Profis von Linken, Grünen und Türkischer Gemeinde als rassistisch gegeißelt. Damit wurde die Inflationsrate beim allgegenwärtigen Rassismusvorwurf weiter gesteigert und wirklicher Rassismus bis zur Unkenntlichkeit verschleiert.

Was kann die Polizei tun? Bloß kein Warnvideo über Drogenhandel im Görlitzer Park drehen, wg. Generalverdachts gegen Schwarze! Und wenn, dann nur mit Veronica Ferres, Til Schweiger und Florian Silbereisen in der Rolle der Dealer.