Berlin - Manchmal ist das, was fehlt, fast so interessant wie das, was man sehen kann. Etwa beim Wettbewerb für die Gestaltung des Schlossplatzes. 2019 soll nach Stand der Planung das Humboldt-Forum eröffnen. Aber wie wird es drumherum aussehen? Der Wettbewerb ist entschieden. Und was sucht man vergeblich auf den Zeichnungen der Landschaftsplaner? Darstellungen der Südseite des Schlosses, des historischen Schlossplatzes. Sie waren auch vom Senat nicht gefordert worden, stattdessen zwei Ansichten der Lustgartenseite.

Also wissen wir immer noch nicht, wie sich denn etwa ein vom Rathaus-Platz zurückgeführter Neptun-Brunnen an der Südseite ausmachen würde. Denn der Schlossplatz wurde etwa durch das Staatsratsgebäude fundamental verändert. Manche wie Wilhelm von Boddien vermuten wegen der fehlenden Südseite in der Ausschreibung denn auch gleich eine Intrige von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gegen das „Historische“. Tatsächlich hat ja ihre Bauverwaltung es in seliger Borniertheit geschafft, vor kurzem quer über den einstigen Standort des Brunnens eine neue Straße zu asphaltieren.

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