Berlin - Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Uno verabschiedet. Daran wird am Tag der Menschenrechte, erinnert. Wenn es nur das wäre, lebten wir in herrlichen Zeiten. Wir müssen diesen Tag aber nützen, um daran zu erinnern, was alles zu tun ist, um die Menschenrechte zu schützen.

Sonnabend wird in Oslo der Friedensnobelpreis dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos überreicht werden für einen Frieden, den er nicht geschafft, aber doch immerhin energischer als viele vor ihm versucht hat. Auch der Kampf für die Menschenrechte scheint aussichtslos. Kaum werden irgendwo politische Häftlinge freigelassen, werden  anderswo welche gefoltert. Kaum ist der eine Völkermord beendet, findet woanders ein anderer statt. Irgendwo hieß es, „mit Al-Kaida begann ein Frontalangriff auf die Menschenrechte“. Das ist natürlich Blödsinn, aber es ist auch wahr. Es beginnt nämlich immer wieder ein neuer Frontalangriff auf die Menschenrechte. Er kommt nicht nur von den Mächtigen, sondern auch von denen, die unterscheiden wollen zwischen sich und den andern. Das ist, sagen wir schnell, Nazi-Denke. Das stimmt, aber man muss kein Nazi sein, um zu finden, dass einen andere Menschen  nichts angehen. Man muss nur das Misanthropische, das man in sich hat, etwas kultivieren und schon ertappt man sich bei Ausgrenzungsversuchen.

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