Als Angela Merkel jüngst zu einem Treffen mit Wladimir Putin nach Sotschi gereist ist, hat der russische Präsident sie mit einem großen Blumenstrauß empfangen. Was für eine ungewöhnliche, charmante Geste unter Politikern. Wenn man die Begleitumstände nicht kennen würde, könnte man von den Bildern auf ein ungetrübtes Verhältnis zwischen den beiden und ihren Ländern schließen. Doch jeder weiß, dass dem nicht so ist. Die Annexion der Krim durch Russland und der unerklärte Krieg in der Ostukraine überlagern die Beziehungen und haben eine Atmosphäre des Kalten Krieges nach Europa zurückgebracht.

Da erscheint die am Donnerstag beginnende Fußballweltmeisterschaft wie ein Glücksfall. Denn so sehr das Turnier von manchen politisch instrumentalisiert werden mag, es bringt doch für vier Wochen eine neue Dimension in die Verhältnisse mit Russland. Es erlaubt einen anderen, vielleicht entspannteren Blick auf dieses große, widersprüchliche Land, das auf so besondere Weise mit Deutschland verbunden ist.

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