Für einen Plakatkünstler wie mich müssen schon gewichtige Gründe vorliegen, wenn ich mich diesmal gegen Plakate wende. Genauer gesagt, gegen Werbeplakate der Tabakindustrie. Vor nunmehr 15 Jahren hat sich Deutschland zu einem Übereinkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, die Tabakaußenwerbung zu verbieten. Geschehen ist seither kaum etwas. Die forcierte Lobbyarbeit der Zigarettenhersteller hat sich ausgezahlt. Weder wurde die Tabaksteuer in den letzten zehn Jahren erhöht, noch bleiben wir von Plakatwänden verschont, die uns im Kleingedruckten zwar auf die totsicheren Gesundheitsschäden des Rauchens hinweisen (müssen), in der übermächtigen Werbebotschaft aber das besondere Lebensgefühl versprechen, das mit der Inhalation krebserregender Stoffe verbunden sein soll.

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