Das ist ein Alptraum für die Demokratische Partei in den USA. Und er kann vier Jahre dauern.  Die Republikaner werden ab dem 20. Januar 2017 den Präsidenten stellen und die Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses haben. Sie können die Errungenschaften der Präsidentschaft von Barack Obama zerstören und zahlreiche konservative Vorhaben durchsetzen. Selbst wenn den Demokraten im Senat mit Verfahrenstricks wie dem Filibustern einige Entscheidungen auf die lange Bank schieben dürften – im Großen und Ganzen haben sie in den nächsten Jahren nicht mehr viel zu sagen.

Das muss nicht nur ein Nachteil sein. Denn in den vergangenen Jahren haben sie sich zu sehr im Glanze des charismatischen Präsidenten gesonnt, zu sehr zurückgelehnt in der Gewissheit, dass die hoch qualifizierte Hillary Clinton das Weiße Haus als Obamas Nachfolger übernehmen werde, und zu sehr darauf gesetzt, dass allein die demografische Entwicklung im Einwanderungsland Amerika ihnen stets mehr Wähler sichern werde als den Republikanern. Das war  verständlich, doch nicht klug. Und bescherte ihnen den Ruf der abgehobenen Establishment-Partei.

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