BerlinAndreas Geisel (SPD) erwartet Ärger. Die Oppositionsparteien CDU und FDP kündigten an, den Sportsenator am Freitag im Sportausschuss wegen des Abriss-Stopps beim Jahnstadion zur Rede stellen zu wollen. Die Kehrtwende sei nicht hinnehmbar, so der CDU-Abgeordnete Stephan Standfuß. Geisels Behörde müsste sich „an die feste Zusage halten“, die vorsah, die marode Arena im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg Anfang des kommenden Jahres abzureißen. Die Liberalen gehen sogar einen Schritt weiter. „Wir fordern den Senator auf, den Abriss-Stopp zurückzunehmen“, sagte FDP-Sportexperte Stefan Förster der Berliner Zeitung.

Wie berichtet, hatten die Fraktionen der Koalitionsparteien SPD, Linke und Grüne nach mehreren Gesprächen einen Kompromiss mit dem Senat ausgehandelt. Statt das Stadion mit Beginn des Jahres 2021 abzureißen, soll erst einmal ein offener städtebaulicher Wettbewerb zum geplanten Umbau des Jahnsportparks durchgeführt werden. In Werkstattgesprächen werden Städteplaner und Architekten mit Anwohnern und Vereinen auch untersuchen, ob man die alte Arena teilweise oder komplett erhält beziehungsweise ein neues Stadion notwendig ist. Im Gegenzug wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit einem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für einen Stadion-Neubau beginnen. Bis Ende 2022 soll dieser stehen.

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