BerlinEin Samstagabend vor einem der großen Möbelhäuser der Stadt. Der Schock ist groß: Wir haben um 19 Uhr einen Termin in der Küchenabteilung und sind sicherheitshalber eine Stunde früher gekommen, aber nun ist die Schlange schier endlos. Bestimmt 150 Meter lang.

Ich schleiche mich nach vorn und frage den Wachmann, wie lange es dauern wird und ob wir den Termin schaffen. Er sagt: „Keine Sorge, das geht recht fix.“ Zurück in der Schlange geht erst mal eine halbe Ewigkeit gar nichts fix. Es ist immer dasselbe: Kaum steht man in einer Schlange, verändert sich die Wahrnehmung der Zeit augenblicklich und aus fünf Minuten werden gefühlte 25. Immer wieder wandert der Blick auf die Uhr des Handys und dann zum Anfang der Schlange. Als würde das irgendetwas ändern. Als könnte unser Blick die Schlange zum schnelleren Schlängeln bringen.

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