Die Berliner Polizei will gemeinsam mit den Ordnungsämtern und der BVG bis Freitag verstärkt gegen Falschparker auf Busspuren und Radwegen in Berlin vorgehen. Die Schwerpunktkontrollen sollen bis einschließlich Freitag andauern.

In einer Mitteilung der Polizei vom Montag heißt es: "Zu diesem Zweck wurden eine Vielzahl von Straßen ausgesucht, in denen Busspuren sowie Radwege und -schutzstreifen besonders häufig von Kraftfahrzeugen blockiert werden beziehungsweise in zweiter Reihe gehalten und geparkt wird."

Rad- und Busspuren werden in der Innenstadt täglich zugeparkt

Im vergangenen Jahr sei es in Berlin zur Anzeige von 31.693 Halte- und Parkverstößen auf Radwegen, 22.409 Verstößen auf Busspuren und 55.900 Halteverstößen in zweiter Reihe gekommen, hieß es weiter in der Mitteilung. Vor allem in den Innenstadtbezirken würden Rad- und Busspuren täglich zugeparkt, um sich die lästige Parkplatzsuche zu ersparen.

Ohne sich die gefährlichen Folgen insbesondere für Radfahrer bewusst zu machen, die regelmäßig zu Ausweichmanövern in den schnellen Fließverkehr gezwungen werden, würden Autofahrer ihr Fehlverhalten häufig lediglich als Kavaliersdelikt sehen, hieß es von der Polizei.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte zu der Aktion: "Im Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung stehen nicht umsonst die Wörter: Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Es täte uns allen gut, wenn wir uns daran im Alltag auch halten würden. Denn am Ende geht es immer um Menschen, die durch verkehrswidriges Handeln in echte Gefahr gebracht werden."

Zuletzt hatten Polizei, Ordnungsämter und BVG im Juni Falschparker verstärkt kontrolliert. Dabei wurden 3570 Halte- und Parkverstöße festgestellt und geahndet. In 177 Fällen mussten Autos kostenpflichtig umgesetzt werden. (BLZ)