Berlin - Hallo Herr Heino, oder sagt man besser nur Heino?

Heino ist vollkommen in Ordnung.

Heino, Sie treten am Sonnabend in der Auenkirche in Wilmersdorf unter dem Motto „Die Himmel rühmen“ auf. Wen genau werden Sie da rühmen?

Ich werde wunderschöne Lieder singen, um Gott zu rühmen und zu ehren. Die Beethoven-Zeile „Die Himmel rühmen“ passt perfekt zu meinem Repertoire an Kirchenliedern von Brahms, Schubert oder Bach. Ich singe ja seit rund zwei Jahren in Kirchen und freue mich jedes Mal sehr darauf, den Leuten zu zeigen, dass ich auch etwas anderes zu bieten habe, als nur „Die schwarze Barbara“ (lacht).

Wie kamen Sie auf die Idee mit den Kirchenkonzerten?

Meine Frau Hannelore wusste, dass ich in den 70er Jahren schon mal Kirchenlieder gesungen habe und hat sich zu unserem 30. Hochzeitstag ein Kirchenkonzert gewünscht. Das war in der Nähe von Bad Münstereifel und wurde ein großer Erfolg. Wissen Sie, in meinem Alter kann man auch mal etwas Sakrales singen.

Wer kommt zu Ihren Auftritten in den Kirchen?

Also erst mal kommen natürlich Leute, die Heino sehen wollen, aber auch Leute, die sich vielleicht nicht vorstellen können, dass Heino auch etwas anderes singen kann als Schlager. Anschließend gebe ich immer noch eine Autogrammstunde und dann kommen oft junge Leute, die vielleicht nur ihre Oma begleiten wollten und die sagen mir dann, wie gut ihnen mein Auftritt gefallen hat. Das freut mich sehr. Da wird applaudiert und ich bekomme regelmäßig Standing Ovations.

Und was werden Sie singen?

Natürlich singe ich keine Schlager in der Kirche, wohl aber volkstümliche Kirchenlieder wie „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder „Es ist nie zu spät für ein neues Leben“. Aber natürlich auch das Ave Maria. Kirchenauftritte haben in meiner Familie Tradition. Schon mein Großvater hat im Kölner Dom Orgel gespielt.

Die Auenkirche ist ja eine evangelische Kirche, sind Sie evangelisch?

Nein, ich bin Katholik, aber das ist doch egal. Wir lieben und verehren Gott doch genau so wie die Protestanten. Ich will den Menschen einen schönen Abend bereiten, egal, welcher Konfession sie angehören.

Sie waren vor ein paar Jahren sehr krank. Hat ihr Glaube Ihnen in dieser Zeit geholfen?

Ja, natürlich. Aber natürlich in erster Linie meine Frau und meine Freunde. Mit Hannelore haben ich so einen schönen Brauch: Sind wir in einer fremden Stadt, dann checken wir im Hotel ein und gehen anschließend in die Kirche um eine Kerze anzuzünden.

Das Gespräch führte Marcus Weingärtner.

Heino tritt mit Franz Lambert und Chor am um 19 Uhr in der Auenkirche, Wilhelmsaue 118a, in Wilmersdorf auf.