Berlin - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt immer weiter, die Lockerungen in der Stadt mehren sich. Dazu gehört, dass sich die Berliner nach monatelanger Zwangspause wieder auf Konzerte freuen dürfen. Veranstaltungen unter freiem Himmel sind bald wieder möglich. Erste Künstler wie Felix Jaehn, Max Mutzke, Kurt Krömer oder Nena sind startbereit. Auch Welt-Star Tom Jones will nach Berlin kommen. Noch in dieser Woche gehen die ersten Konzerte unter Corona-Bedingungen los. Doch was erwartet die Besucher, auf welche Besonderheiten müssen sie sich einstellen?

Wo der Startschuss fällt, steht bereits fest. Auf einem Feld nahe des Flughafens Schönefeld sollen ab kommenden Freitag wieder Solisten und Bands auf einer Bühne stehen. Das Areal an der Straße Am Flughafen gehört zu den jüngsten Open-Air-Spielorten der Hauptstadtregion. Im September 2020 fand dort erstmals die Veranstaltungsreihe „Unter freiem Himmel“ statt, die nun fortgesetzt werden soll.

Endlich wieder Live-Musik! Der Wunsch danach ist bei vielen groß – die ersten Shows sind bereits ausverkauft. Wie die von DJ Boris Brejcha, mit der am 4. Juni das „Unter freiem Himmel“-Festival starten soll. Auch für Paul van Dyk am Folgetag, für Felix Jaehn (12. Juni) und „Gestört aber geil“ (18./19. Juni) gibt es keine Karten mehr. Dass die Festival-Tickets, die es nur im Internet gibt, schnell weg sind, liegt auch daran, dass sämtliche Konzerte mit eingeschränkter Zuschauerzahl stattfinden. Nach den aktuellen Corona-Regeln sind in Brandenburg ab 3. Juni und in Berlin ab 4. Juni wieder Veranstaltungen im Freien erlaubt – aber vorerst nur bis zu 500 Menschen.

Nur bis zu 500 Menschen erlaubt

Trotz beschränkter Platzzahl ist die Chance groß, bei dem einen oder anderen späteren Event in Schönefeld dabei zu sein. Die Veranstalter haben ein gewaltiges Konzert-Programm aus Pop, Techno, Rock, Schlager und Comedy aufgelegt. Karten gibt es für Max Mutzke (13. Juni/ab 43 Euro), Beatrice Egli (27. Juni/ab 48 Euro), Milow (11. Juli/ab 43 Euro), die Band Mia (18. Juli/ab 43 Euro), Robin Schulz (24. Juli/ab 75 Euro) oder Nena (25. Juli/ab 59 Euro). Der Dresdner Olaf Schubert ist mit dem Programm „Zeit für Rebellen“ am 6. Juni einer der ersten Comedians, der in Berlin wieder auftreten wird (Tickets ab 35 Euro). Die Kartenpreise für diese Events  beziehen sich immer auf einen abgegrenzten Bereich für zwei Leute.

Auch auf den heimischen Komiker-Star Kurt Krömer müssen die Berliner nicht verzichten. Wegen der großen Nachfrage spielt er sein Programm „Stresssituation“ im Sommer gleich zwei Mal auf der Parkbühne Wuhlheide (27./28. August). Es gibt noch Karten ab 43 Euro.

Damit geht auch die Open-Air-Spielstätte in der Wuhlheide trotz Pandemie wieder an den Start. Außer Krömer tritt dort die Berliner Band Seeed auf. An fünf Abenden finden ihre Konzerte statt (10. bis 15. August). Auch sie sind schon ausverkauft. Karten gibt es aber noch für Ben Zucker (3. September/59,90 Euro) und für Mark Forster, der am 12. September sein 2020 ausgefallenes Konzert nachholt (ab 59,90 Euro). Klassisch wird es am 1. August. Dann spielen die Berliner Symphoniker in der Parkbühne Werke des italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“). Karten gibt es ab 35 Euro.

Und wo sind die ganz großen Stars? Wie im Jahr zuvor werden auch in diesem Berliner Corona-Sommer kaum internationale Künstler auftreten. So wurde etwa das Konzert von Sting, das Ende Juni in der Zitadelle Spandau stattfinden sollte, auf den Sommer 2022 verschoben. Doch ein Welt-Star kommt: Tom Jones wird seine „Surrounded by Time“-Show am 12. September (Karten ab 81 Euro) in der Waldbühne spielen.

Egal für welche Show man sich entscheidet: Zuschauer müssen aufgrund der Corona-Maßnahmen weiterhin einige Regel beachten. Bei Konzert-Besuchen gilt derzeit: Sitzplatzordnungen und Abstandsregeln von 1,50 Meter sind einzuhalten. Je nach Konzert-Ort müssen in speziellen Bereichen auch Schutzmasken getragen werden. Besucher brauchen einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest. Ausnahme sind vollständig geimpfte oder genesene Personen. Geimpfte müssen ihren Impfausweis zeigen, die Zweitimpfung muss mindestens 15 Tage zurückliegen. Genesene müssen ihren positiven PCR-Test in Bezug auf eine Corona-Infektion vorlegen, der mindestens 28 Tage, aber nicht mehr als sechs Monate zurückliegt.