Erst kämpfte sie für eine Stelle im Bezirksamt, jetzt macht sie einen Rückzieher. Die angehende Juristin Betül Ulusoy wird ihr Rechtsreferendariat im Bezirksamt Neukölln nun doch nicht antreten. „Sie hatte bis Freitag um 17 Uhr die Möglichkeit, sich zurückzumelden,“ sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Falko Liecke (CDU). Sie habe die Frist verstreichen lassen. Ulusoy teilte mit, sie habe in einer anderen Verwaltung einer Landesbehörde eine Stelle in Aussicht.

Ihr Fall hatte vergangene Woche eine erneute Diskussion über das Berliner Neutralitätsgesetz ausgelöst. Die 26-Jährige beharrte bei ihrer Bewerbung darauf, bei der Ausbildung ihr Kopftuch tragen zu können. Religiöse Symbole wie Kreuz, Kopftuch oder Kippa sind in der öffentlichen Verwaltung aber verboten. „Als ich erfahren habe, dass das Bezirksamt über meinen Fall erst einmal entscheiden muss, habe ich verschiedene Signale von anderen Behörden bekommen, dass ich meine Ausbildung dort weiterverfolgen könnte“, sagte Ulusoy.

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