Die ersten 30 Meter stehen. Am Ende misst eine Windkraftanlage mehr als 200 Meter bis zur obersten Flügelspitze.
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

BernauEs ist ein schöner Morgen. Kaum eine Wolke am Himmel, der Frühnebel hat bereits vor der Sonne kapituliert. Matthias Griebenow steht rauchend vor einem Baucontainer am Feldrand. Er trägt löchrige Jeans und schwere Schuhe, eine gelbe Jacke und einen Helm, der ihn schon seit vielen Baustellen begleitet. Griebenow hat den Kopf leicht in den Nacken gelegt und schaut zu, wie gerade ein 30 Meter langes und 116 Tonnen schweres Stahlrohr – im Durchmesser groß genug, dass selbst ein Fahranfänger einen Doppelstockbus mühelos hindurchsteuern könnte – von einem Kran millimetergenau und lotrecht auf ein Betonfundament gesetzt wird. Griebenow, der die Baustelle für den Windkraftanlagenhersteller Vestas leitet, nimmt einen Zug aus seiner Zigarette. Seine Augen lachen hinter der Brille. Der Anfang ist gemacht.

Bei Albertshof, ein paar Kilometer östlich von Bernau, wird derzeit das größte Windkraftprojekt in Norddeutschland umgesetzt. Neun Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen mehr als 30 Megawatt werden Matthias Griebenow und seine Monteure dort in den nächsten Monaten in die Landschaft stellen. Die Windräder werden genug grünen Strom liefern, um über 30.000 Haushalte versorgen zu können. Auftraggeber sind die Berliner Stadtwerke. Die Anlagen sollen dazu beitragen, Berlin bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Das Land, auf dem die Windräder errichtet werden, ist Teil der Stadtgüter und gehört Berlin. Weihnachten soll der Windpark ans Netz gehen.

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