Mit einer nichtangemeldeten Demonstration haben am Mittwochabend rund 400 Menschen gegen die deutsche Flüchtlingspolitik demonstriert. Zu der Demo war im Internet aufgerufen worden. Damit sollte gegen die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik demonstriert und auf den Hunger- und Durststreik von Flüchtlingen am Brandenburger Tor aufmerksam gemacht werden. Zudem wollten die Protestler Solidarität für Demonstranten in Hamburg zeigen. In der Hansestadt hatten am Dienstag etwa 1000 Mitglieder der linken Szene gegen die Flüchtlingspolitik des Hamburger Senats protestiert.

Nachdem die Demo gegen 20.30 Uhr loszog und sich einige Teilnehmer vermummten, versuchte die Polizei, sie mehrfach vergeblich zu stoppen. Als dies nicht gelang, wurde sie von Einsatzkräften seitlich begleitet. An der Skalitzer, Ecke Oranienstraße kam es zu massiven Rangeleien mit der Polizei. Von dort rannten plötzlich mehr als 100 Demonstranten in Richtung Kottbusser Tor und zogen dabei Verkehrsschilder und Bauabsperrungen auf die Fahrbahn. Auch die Scheiben zweier abgestellter Polizeiautos wurden eingeschlagen. Schließlich verteilte sich die Gruppe im Viertel.

An der Adalbert-, Ecke Waldemarstraße warf nach Angaben der Polizei ein Mann aus einer Personengruppe heraus eine Flasche auf ein Polizeifahrzeug, das an der Seite beschädigt wurde. Der 40-Jährige wurde dabei durch Polizisten beobachtet und später festgenommen. "Durch konsequentes Einschreiten konnte die Lage bis 22.30 Uhr beruhigt werden", teilte die Polizei mit. Insgesamt seien 15 Personen überprüft und vier Personen wegen Landfriedensbruchs festgenommen worden.

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