Brandenburg: Polizei findet Rekordmenge Kokain in Bananenkisten

Statt an den Großdealer ging die Lieferung an einen Obst- und Gemüsehändler in Groß Kreutz.

Zwischen Bananen war dieses Kokain aus Südamerika versteckt, das Mitarbeiter eines Obst- und Gemüsehandels fanden.
Zwischen Bananen war dieses Kokain aus Südamerika versteckt, das Mitarbeiter eines Obst- und Gemüsehandels fanden.Polizei

Die Brandenburger Polizei hat den bisher größten Kokain-Fund in ihrer Geschichte gemacht. Wie die Behörde am Montag in Potsdam mitteilte, stellten Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift am Freitag 660 Kilogramm Kokain sicher. Das sei die bisher größte in Brandenburg sichergestellte Menge mit einem geschätzten Marktwert von rund 50 Millionen Euro.

Als bei einem Großhändler für Obst und Gemüse in Groß Kreutz (Havel) ein Lkw Bananen anlieferte, fanden die Mitarbeiter unter den Früchten verdächtige Pakete, die eine weiße Substanz enthielten. Die Firma informierte die Polizei.

Ein erster Test reagierte positiv auf das Vorhandensein von Kokainhydrochlorid. Das Kokain war in Plastikfolie mit jeweils einem Gewicht von rund 1000 Gramm eingeschweißt. Die Bananen dienten zur Tarnung der Kokainlieferung.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Bananen per Containerschiff von Kolumbien nach Deutschland transportiert – und irrtümlich an das Unternehmen in Groß Kreutz  geliefert.

Immer wieder Kokain an falsche Adressaten

An dem Polizeieinsatz waren insgesamt 40 Beamte des Landeskriminalamts Brandenburg, des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg, der Polizeidirektion West und der Bereitschaftspolizei beteiligt.

Immer wieder mal gehen solche Kokain-Lieferungen von Südamerika nach Europa schief. Erst im Februar fand die Polizei im Rems-Murr-Kreis (Baden-Württemberg) 336 Kilogramm Kokain im Wert von 20 Millionen Euro. Sie waren in Bananenkisten versteckt.

Und im selben Monat stellte der Zoll im Hamburger Hafen 2,6 Tonnen Kokain sicher. Das Rauschgift mit einem Marktwert von 350 Millionen Euro steckte ebenfalls in Bananenkisten.