Angesichts der Anschläge von Linksautonomen in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei Gegen- und Schutzmaßnahmen für neue Geschäftsleute und Bewohner verstärkt. Man habe „Sicherheitskonzepte entwickelt und besondere Aufbauorganisationen für bestimmte Ortsteile errichtet“, antwortete Innen-Staatssekretär Bernd Krömer (CDU) auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber. Innerhalb der zuständigen Polizeidirektionen „erfolgt die Unterstützung durch zusätzliche Polizeibeamte“.

Genaueres wollte Krömer nicht mitteilen: „Zu den Sicherheitskonzepten, den besonderen Aufbauorganisationen und der Anzahl der eingesetzten Polizeikräfte kann aus taktischen Gründen keine Auskunft erteilt werden.“ Eine Veröffentlichung könne „das polizeiliche Handeln vorhersehbar machen und den Erfolg der polizeilichen Maßnahmen vereiteln“.

Mehrfach versuchten Linksradikale in den vergangenen Monaten, mit Anschlägen und Beschädigungen Geschäfte und zugezogene Bewohner aus Kreuzberg und den angrenzenden Straßen in Mitte zu vertreiben. So hatte Anfang Oktober eine Gruppe von etwa 20 vermummten Randalierern am Engeldamm Wohnhäuser und Geschäfte mit Steinen beworfen und eine Absperrung angezündet. Mehrere Scheiben wurden zerstört.

Schreiber begrüßte den verstärkten Polizeieinsatz. Das berechtigte Sicherheitsbedürfnis der verunsicherten Anwohner werde wieder gestärkt. „Sie bekommen den Schutz, den sie brauchen.“ (dpa)