Berlin - Der Immobilienverband BFW Berlin/Brandenburg kritisiert die zweite Stufe des Berliner Mietendeckels, die im November 2020 in Kraft getreten ist. Vor allem gutverdienende Haushalte, die in Gegenden wie Prenzlauer Berg, Wilmersdorf, Charlottenburg, Friedrichshain oder Wannsee leben, würden von den Mietsenkungen stark profitieren. Das habe eine Erhebung des BFW ergeben. 

Die Miete sei demnach überproportional in den begehrten Wohnlagen Berlins gesunken. Zwei Beispiele: Für eine 171 Quadratmeter große Altbau-Wohnung in der Ladenbergstraße in Wilmersdorf mussten die Mieter vor Eintritt des Mietendeckelgesetzes 2619 Euro Miete zahlen, jetzt seien es nur noch 1482,89 Euro – eine Ersparnis von 1136,11 Euro (gut 40 Prozent). Und in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung in Friedrichshain ist die ursprüngliche Miete durch den Mietendeckel von 638 Euro auf 322,50 Euro gesunken – eine Mietsenkung von knapp 50 Prozent. Begünstigt werden von der zweiten Stufe des Mietendeckels laut Verband häufig kinderlose Doppelverdiener-Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von teilweise mehr als 8000 Euro.

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