„Haben wir einen Grund, Friedrich II. zu feiern?“, fragt Ryszard Skalba, der Direktor des Muzeum Stare Miasto Kostrzyn, des Altstadt-Museums Küstrin. Der einstige Deutschlehrer verwaltet das vier Hektar große museale Ruinenfeld der im Zweiten Weltkrieg zerstörten deutschen Festungsstadt Küstrin, das heute zu Polen gehört. Seine Frage ist rhetorisch. Denn schon an der Betonung lässt der Museumschef erkennen, dass er nicht viel hält vom preußischen König. „Er war der Architekt der ersten polnischen Teilung.“

Klaus Thiel hört den Worten von Skalba aufmerksam zu, während beide über die Festungswälle an der Oder laufen. Der Deutsche nickt zwar, runzelt aber auch die Stirn. „Und doch kann man die Geschichte von Küstrin nicht ohne Friedrich, nicht ohne sein hier erlebtes Kattetrauma erzählen“, sagt der pensionierte Theaterwissenschaftler und Journalist, der sich seit Jahren im polnischen Museumsteam engagiert.

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