Im Spreepark, dem seit 14 Jahren geschlossenen Vergnügungspark im Plänterwald, tut sich was: An diesem Wochenende beginnt dort der erste Kultursommer. Im einstigen Natur-Amphitheater neben dem Riesenrad sollen an den neun Wochenenden bis zum 20. September Musik-, Comedy- und Theateraufführungen stattfinden. Organisiert wird die Aktion vom gemeinnützigen Verein Kulturspreepark e. V., dessen Mitglieder dafür die 199 steinernen Sitze des Amphitheaters von allerlei Gestrüpp und Unkraut befreit haben.

„Wir wollen diesen wunderbaren verwunschenen Ort wieder zum Leben erwecken und sind froh, dass es jetzt endlich los geht“, sagt Katharina Becker vom Verein. Der war im November vergangenen Jahres von Berliner Kulturenthusiasten gegründet worden. Sie wollen den Spreepark zu einem Ort machen, in dem man fernab von jeder Hektik Kultur erleben könne, heißt es.

Pünktlich zur Premiere soll Strom fließen

Der Mietvertrag für die Sommeraktion im Theater wurde mit dem Eigentümer des Geländes, dem Liegenschaftsfonds, geschlossen. Die Genehmigung kam vom Bezirksamt Treptow-Köpenick. Derzeit laufen noch Gespräche mit Vattenfall, damit pünktlich zur ersten Aufführung der Strom fließt. Klappe dies nicht, werde man einen Generator aufstellen, mit dessen Hilfe nicht nur die Theatertechnik betrieben, sondern auch Getränke und Imbiss für die Besucher gekühlt würden, sagt Katharina Becker.

Das Kulturprogramm ist umfassend – von Puppenspiel über Oper bis zu Shakespeare und Comedy ist für jeden Geschmack etwas dabei. Allein sechs Mal zeigt das Atzemusiktheater „Oh wie schön ist Panama“. Mit der Geschichte vom Bären und vom Tiger, die nach Panama reisen, beginnt auch das Eröffnungswochenende (Fr/Sa 17 Uhr). Bei schlechtem Wetter werden die Tickets umgetauscht oder zurückgenommen. Eintrittskarten sollen ab diesem Mittwoch über die Website des Vereins erhältlich sein. Dort ist auch ein Spendenaufruf veröffentlicht. Becker: „Wir arbeiten ohne Fördermittel, finanzieren uns aus dem Eintritt und brauchen diese Unterstützung dringend.“