BerlinSie sind überall im Stadtbild zu finden – und gerade in Berlin so präsent, dass viele sie beim Gang durch die Straßen kaum wahrnehmen: Wandbilder an den Fassaden von Häusern. Oft sind die Gemälde schon aufgrund ihrer Größe ein Hingucker, doch sie sind auch vergängliche Kunstwerke, werden immer wieder erneuert und durch andere Bilder ersetzt. Norbert Martins aus Schildow hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wandbilder zu fotografieren. Über 900 Motive hat er festgehalten, viele davon sind inzwischen verschwunden. Sein Archiv ist ein Stück Berliner Kunstgeschichte.

Zu dem besonderen Hobby kam Martins, der damals im Westteil Berlins lebte, durch Zufall. 1975 stieß er auf das erste Wandbild. „Ich war mit meiner Frau spazieren im Tiergarten – und sah ein Gemälde von Ben Wagin, den bekannten ‚Weltbaum‘“, sagt er. „Ich dachte: Das ist ja schön, fotografierst du es mal.“ Nur ein, zwei Fotos habe er gemacht. Nach und nach entdeckte er aber immer mehr Bilder. „Weil ich aber nicht gern spazieren gehe, kam meine Frau auf die Idee, den damaligen Bausenator anzuschreiben, um weitere Standorte solcher Bilder zu erfahren.“

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