Slevogt oder Nicht-Slevogt? Dimitra Reimüller hat von Anfang an eine Ahnung, will aber ganz sicher gehen. Sie sucht das Bild nach einer Signatur des Pfälzer Malers des deutschen Impressionismus ab, nach einem Leinwandstempel. Und findet – nichts. „Schade“, sagt sie, „es ist so ein schönes Porträt. Und gut gemacht.“ Aber eben definitiv kein Slevogt und damit ungeeignet für Dimitra Reimüller.

Die Kunsthistorikerin und Expertin für Gemälde des 19. Jahrhunderts stammt aus Wien. An diesem Montagvormittag sitzt sie in einem Saal des Hotels Kempinski am Kudamm und begutachtet, was die Berliner ihr vorbeibringen. Neben Reimüller sitzen Fachleute für Moderne und Zeitgenössische Kunst, Alte Meister, Jugendstil, Juwelen, Möbel und für Asiatische Kunst. Sie sind Kunstschätzer des österreichischen Auktionshauses Dorotheum. 600 Auktionen richten die Wiener jährlich aus. Dafür werden jährlich Tausende Kunstwerke benötigt. Um diese quasi einzusammeln, finden regelmäßig Expertenberatungstage in großen Städten statt. Zweimal im Jahr ist Berlin dran.

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