Berlin - Am berühmtesten Boulevard Berlins gibt es kaum noch Blumen. Die Pflanzschalen auf dem Kurfürstendamm sind abgeräumt. Der Gehweg ist nicht immer sauber, es gibt zu wenig Fahrradständer. Kein Wunder: Die öffentlichen Kassen sind leer. Geschäftsleute und Gewerbetreibende, die sich zur AG City zusammengeschlossen haben, wollen nun, dass Grundstückseigentümer eine Abgabe für Investitionen und Service in den Geschäftsstraßen zahlen. „Davon haben dann alle einen Mehrwert“, sagt AG-Vorstandsmitglied Gottfried Kupsch: „Wenn Leute sich in einem Gebiet gern aufhalten, bringt das auch mehr Kunden und gute Mieten.“

Das Rezept für das private Engagement kommt ursprünglich aus Kanada und hat den sperrigen Namen Business Improvement District (BID). Damit werden Geschäftsstraßen aufgewertet – und weiter gepflegt. In der Bundesrepublik gibt es bisher sechs Bundesländer, in denen ein solches Verfahren gesetzlich geregelt ist. Das erste BID Deutschlands wurde 2005 in Hamburg gestartet. Mittlerweile gibt es dort zwölf – in Berlin kein Einziges.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.