Berlin - Herzlich willkommen, Sonderfahrt. Das steht in Ukrainisch auf den Zielschildern der beiden Busse, die vor dem Hauptbahnhof in der Morgensonne stehen. Fahrgäste sind allerdings noch nicht in Sicht. „Morgens ist meist nicht so viel los hier“, sagt Cihan Karadag von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). „Aber das wird sich im Lauf des Tages ändern.“ Wenn die Züge aus Polen eingetroffen sind, strömen Hunderte Kriegsflüchtlinge aus dem Zelt auf dem Washingtonplatz, das die erste Berliner Station ihrer Odyssee ist, zur Haltestelle. „Dann muss es schnell gehen“, sagt Karadag. Busse und Fahrpersonal sind herbeizurufen, um die Ukrainer zu den Berliner Ankunftszentren zu bringen. Innerhalb weniger Minuten beginnt eine mittlerweile eingespielte Maschinerie zu laufen. Allerdings geht es hier nicht nur um Beförderung, sondern auch um Plüschtiere und Süßigkeiten, um Hilfe und Beistand. „Wir sind Schockbetreuer und Seelsorger“, sagt der BVG-Mann.

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