Für die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat sich der Verdacht der Leugnung und Verharmlosung des Holocaust durch Teilnehmer einer AfD-Besuchergruppe in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen erhärtet. Das berichtet das ZDF-Magazin Frontal 21 unter Berufung auf den leitenden Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann.

Teilnehmer der Gruppe aus dem Wahlkreis der AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alice Weidel, sollen „die Existenz von Gaskammern in Abrede gestellt haben“, sagte Lehmann. Die festgestellten Äußerungen würden auf ihren strafrechtlichen Gehalt untersucht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Störung der Totenruhe. Weidel war beim Besuch in Sachsenhausen nicht dabei. Zu den Vorwürfen gegen Mitglieder der Gruppe wollte sie sich auf Anfrage von Frontal 21 wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Ihr Sprecher teilte schriftlich mit: „Selbstverständlich grenzt sich die AfD entschieden und sehr deutlich vom Antisemitismus ab. Er hat in der Partei keinen Platz. Frau Weidel lehnt ein solches Gedankengut in aller Deutlichkeit ab.“ (BLZ)