Berlin - Denn nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin müssen die Filialen in der deutschen Hauptstadt vor Sonn- und Feiertagen Punkt 24 Uhr schließen. Bisher erledigte Nacharbeiten wie die Abrechnung der Kasse, die Reinigung und das Zusperren des Geschäfts sind nach diesem Zeitpunkt nicht mehr gestattet. Die 35. Kammer des Verwaltungsgerichts berief sich bei ihrer jetzt veröffentlichten Entscheidung vom 30. November (Aktenzeichen: 35K388.09) auf das Arbeitszeitgesetz des Bundes, das ausdrücklich ein Verbot der Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen vorsieht. Laut Gerichtssprecher Stephan Groscurth gilt die Entscheidung für alle Supermärkte in Berlin außerhalb von Bahnhöfen und Flughäfen.

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (Lagetsi) hatte gegen die bei Kaiser’s übliche Praxis der Nacharbeit nach Ladenschluss Bedenken geäußert. Dem Unternehmen, das in Deutschland zahlreiche Supermärkte betreibt, war ein Bußgeldverfahren in Aussicht gestellt worden. Dagegen hatte Kaiser’s Tengelmann im August 2009 geklagt. Das Unternehmen wollte gerichtlich festgestellt sehen, dass es berechtigt ist, die bisherige Verfahrensweise fortzusetzen.

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