Sozialsenator Mario Czaja (CDU) gerät wegen der Zusammenarbeit des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) mit umstrittenen Flüchtlingsheimbetreibern zunehmend unter Druck. Bislang ging es um die privaten Firmen PeWoBe und Gierso, die von dem Amt bevorzugt worden sein sollen. Das ist pikant, weil Gierso-Geschäftsführer Tobias D. der Patensohn des Lageso-Präsidenten Franz Allert ist, und PeWoBe-Chef Helmuth Penz an der Gierso beteiligt war. Der Staatsanwalt ermittelt. Doch nun deutet sich an, dass auch die freigemeinnützige Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Erstaufnahmeeinrichtungen betreibt, in den Skandal verwickelt ist. Zu diesem Ergebnis sollen externe Wirtschaftsprüfer gekommen sein.

Czaja behandelte die mit der Untersuchung der Vergabepraxis zunächst beauftragte Innenrevision des Lageso bislang als Verschlusssache. Dennoch sickerten Ergebnisse durch. Noch an diesem Montag teilte er dem Parlament auf Anfrage mit, dass auch der jetzt vorliegende Bericht der von ihm eingeschalteten externen Wirtschaftsprüfer als vertraulich einzustufen sei.

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