Der seit 13 Jahren brach liegende Spreepark im Plänterwald gehört jetzt wieder komplett dem Land Berlin. Der landeseigene Liegenschaftsfonds hat das Erbbaurecht für den früheren Vergnügungspark gekauft, teilte der Bürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD) am Dienstagabend mit. Die Entscheidung sei am selben Tag im Senat und im Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds gefallen.

Auch das einstige Ausflugslokal Eierhäuschen sei Bestandteil des Vertrages. Die für Mitte September angesetzte Zwangsversteigerung des Erbbaurechts sei vom Finanzamt abgesagt worden. Zum 30. April geht das gut 20 Hektar große Gelände lastenfrei an Berlin.

Das Abgeordnetenhaus muss dem Geschäft noch zustimmen. Welche Summe für das Erbbaurecht bezahlt wurde, ist laut Igel geheim. Der Verkehrswert  war von Gutachtern auf 1,62 Millionen Euro taxiert worden. Eine erste Zwangsversteigerung wurde im Juli vorigen Jahres bei 2,48 Millionen Euro abgebrochen. Die Schulden des insolventen ehemaligen Spreepark-Betreibers summierten sich zuletzt auf insgesamt mehr als 20 Millionen Euro. Auch der Hauptgläubiger, die Deutsche Bank, musste dem Kauf durch Berlin zustimmen.

Bürgermeister Igel sagte, die Zeit hochfliegender Träume von einem großen Vergnügungspark sei vorbei. Es gehe darum, auf dem Gelände im Plänterwald einen naturverträglichen „kleinen feinen Familienpark“ zu entwickeln. Dafür werde jetzt ein Konzept gesucht. Interessenten für das Areal gebe  es zahlreich, doch Bezirk und Senat wollten sich dafür Zeit lassen.