Berlin - Auch am vierten Prozesstag trug sie wieder das weiße T-Shirt mit dem Foto ihres Sohnes. Eingerahmt in ein rotes Herz sieht man das Gesicht des 13-Jährigen, darunter steht „Wir vermissen Dich!“. Die Mutter von Momo, der im Oktober im Monbijoupark gewaltsam getötet wurde, trug ihr Kind auch am Donnerstag wieder gut sichtbar und nah am Herzen bei sich. Sie saß wieder mittig zwischen ihrem Mann und ihrer Anwältin auf der Bank der Nebenklage. Hörte geduldig zu, um zu begreifen, warum ihr Kind gestorben ist.

Licht ins Dunkle versuchte die Zeugin Sara F. zu bringen, Begleiterin des Angeklagten Ü. während der Tatnacht. Sie war vor, während und nach der Tat mit dem Beschuldigten zusammen, musste auch deshalb über sechs Stunden aussagen. Die Studentin erzählte, wie sie Ü. im Herbst vergangenen Jahres über eine Dating-App kennenlernte, der Halloweenabend 2020 sei zwar erst das zweite Treffen gewesen, sie hätten aber davor bereits intensiv miteinander geschrieben, lange telefoniert. War sie verliebt? Nein, aber „ich mochte seine Art sehr. Es war eine vertraute Ebene“. Man habe sich gut gekannt.

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