BerlinWie man ein 31 Jahre altes, 45 Meter hohes, 220 Tonnen schweres Riesenrad mit 40 bushaltestellengroßen Gondeln zerlegt, ist seit Freitag im nördlichen Teil des Plänterwalds zu beobachten. Wenngleich der Blick auf die Baustelle  etwas verstellt ist durch den kletterunfreundlichen Zaun, der das 23 Hektar große Spreepark-Areal seit Jahren vor Vandalismus schützen soll. Aber auch durch die fabelhafte Wildnis, die diesen Ort zu einem verwunschenen gemacht hat. Zu einem „Lost Place“, wie es im Pseudoanglizismus so schön heißt.

Zwei Kräne, ein paar Spezialfahrzeuge braucht es jedenfalls dafür und viele erfahrene, geschickte Hände, damit das rote Relikt bei der Demontage keinen Schaden nimmt. Und damit das legendäre Fahrgeschäft, das auch als ein Monument deutsch-deutscher Geschichte betrachtet werden kann, nach einer umfassenden Sanierung und einem anschließenden Neuaufbau im Jahr 2024 wieder Menschen über die Baumwipfel hinwegtragen kann. Das Riesenrad als Eyecatcher, als Publikumsmagnet, als Zentrum einer neuen Erlebnis- und Erholungslandschaft, die dann im Jahr 2026 in Gänze fertiggestellt sein soll. Das ist der Plan, der umstritten war und ist, aber nach einem langjährigen Prozess der Bürger-Partizipation nun doch umgesetzt wird. 

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