Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat versprochen, die Mängel beim Notruf 110 schnell abzustellen. Noch am Montagnachmittag werde sich eine Arbeitsgruppe treffen, die feststellen solle, welche Probleme es derzeit gebe, „um sie schnellstmöglich zu beheben“.

Die Berliner Zeitung hatte am Sonnabend berichtet, dass die Einsatzleitstelle vom Platz der Luftbrücke in Tempelhof in provisorische Räume an der Friesenstraße umziehen musste. Der Grund sind Sanierungsarbeiten am Dach, weil es dort durchgeregnet hatte.

Einsatzleitzentrale zieht Anfang September wieder um

An der Friedensstraße steht eine Telefonanlage, die nicht auf dem modernen Stand wie die am Platz der Luftbrücke ist. Diese Zeitung hatte über einen Anrufer berichtet, der nach neun Minuten aus der Warteschleife geworfen wurde.

„Wenn es dazu kommt, dass Anrufe ausgeblendet werden, dann hängt das mit dem Provisorium zusammen“, so Slowik. „Wir können im jetzigen Provisorium nicht sehen, welche Anrufe sich in der Warteschleife befinden. Für mich hat die Funktion des Notrufes höchste Priorität", sagte Slowik am Vormittag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Anfang September soll laut Slowik die Einsatzleitzentrale, in der die Notrufe eingehen und die die Funkwagen schickt, wieder in ihre Räume am Platz der Luftbrücke zurückziehen. Dann solle der Betrieb wieder normal laufen.