In dieser Schule gibt es keine Tafeln, keine Klingel und der Direktor der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule in Moabit hat noch nicht mal ein eigenes Büro. Jens Großpietsch gilt als strenger Schulleiter, ständig überprüft er, ob seine Schüler die verlangten Lernstandards erreichen. Als er 1975 als Referendar an die Schule kam, mit den 68er-Idealen, die er im Studium erworben hatte, musste er seine Vorstellung vom Unterricht „um nahezu 180 Grad“ revidieren, wie er sagt. Damals war die Schule eine Problemschule mit überdurchschnittlich vielen Familien, die von der Sozialhilfe lebten. Anfang der 80er hatte die Schule zwei Jahre lang keinen Schulleiter, 1988 gab es nur noch sieben Schüleranmeldungen. Jens Großpietsch änderte das. Inzwischen gehört die Schule zu den begehrtesten Oberschulen Berlins.

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