Berlin - Irgendwann hatte Hanna Knebusch ihren Vater überredet. Dass er die Hälfte des Geldes dazugeben würde, für ihr eigenes Haus. Doch als der Vater aus Westfalen nach Berlin reiste, um sich das Haus anzusehen, irrt er erst einmal durch die Straße. Bis er verstand, dass seine Tochter sich einen dieser Container ausgesucht hatte. Flach, olivgrün, die Tür dunkelblau.

Kannst du dir nicht ein richtiges Haus kaufen, habe er sie gefragt. „Ein richtiges Haus, das hieß für einen Westfalen: Spitzgiebel, Vorgarten mit Buchsbaumhecke, Stufen zu Tür“, sagt Knebusch. Der Container war das Gegenteil, kostete aber knapp 96.000 D-Mark. Viel Geld damals, 1959. Wenn ihr Vater gewusst hätte, was dieser Bungalow einmal wert sein würde, hätte er wohl kaum so lange mit der Investition gezögert. Mittlerweile hat seine Tochter zahllose Kaufangebote abgelehnt.

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