Kein anderes Bundesland schult Kinder so früh ein wie Berlin, nämlich schon mit gut fünfeinhalb Jahren. Das beunruhigt viele Eltern und sorgt dafür, dass die Zahl der zurückgestellten Kinder seit Jahren steigt. Davon alarmiert, hatten die Regierungsfraktionen eine Studie zu den Auswirkungen der frühen Einschulung beim Institut für Schulqualität der Freien Universität Berlin in Auftrag gegeben. Die mit Spannung erwartete Auswertung stellte Institutsleiter Martin Brunner am Montag vor, einen Tag vor Ferienbeginn.

Brunner kam zu folgenden Ergebnissen: Die jüngeren Schüler, die erst nach dem 1. August eines Jahrgangs geboren wurden, müssen in der Schulanfangsphase etwas häufiger wiederholen, pardon verweilen, wie es nun offiziell heißt. Auch weisen die früh Eingeschulten zunächst in Lesen und Mathematik Leistungsrückstände von gut drei Schulmonaten auf. Allerdings waren diese Defizite bereits in der Jahrgangsstufe 3 weitgehend ausgeglichen. Dazu ist allerdings anzumerken, dass in der Jahrgangsstufe 3 jene Schüler nicht mehr auftauchen, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes in der 2. Klasse verweilen.

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